Trigunas: Sattva, Rajas & Tamas

Meditation Anfänger Hindernisse: Rajas und Tamas

Die Trigunas: Sattva, Rajas und Tamas - sind die traditionellen Begriffe für die Geisteshaltung oder auch Grundstimmung eines Meditierenden.

Die Unterscheidung zwischen Sattva (Einzahl), Rajas und Tamas zu kennen, kann Ihnen eine wertvolle Unterstützung sein, wenn Sie das Meditieren erlernen wollen.


Sattva - Aufmerksame Klarheit, Freude und Ausgeglichenheit

Als Sattva wird traditionell ein Zustand der ausgeglichenen Klarheit, Wachheit und Gelöstheit - besonders beim Meditieren - bezeichnet.

Dieser Zustand sehr angenehmer Ausgeglichenheit ist kein Selbstzweck,. Traditionell wird das Sattva sogar als eines der drei Hindernisse beim Meditieren beschrieben. 

Dennoch: Erst im Zustand des Sattva, wenn Sie sowohl aufmerksam als auch gelöst und locker sind, ist Meditieren - und sei es zunächst für kurze Momente - erst möglich.


Rajas und Tamas - zwischen Unruhe und Ruhe

Meditation Anfänger HindernisseWenn Sie mit dem Meditieren beginnen, werden Sie sehr schnell mit Tamas oder aber mit Rajas Erfahrungen machen.

Haben Sie Geduld mit sich. Durch Rajas und Tamas muss jeder Meditierende durch. 

Rajas treten als Unruhe oder als Schmerzen auf. Diese Unruhe kann sich in wirbelnden Gedanken oder chaotisch wechselnden Gefühlen zeigen. Auch  Schmerzen sind eigentlich nichts anderes als Unruhe - auf der Ebene des Körpers.

Tamas dagegen treten als Ruhe und zufriedene Gelöstheit auf. Sie lassen alles an sich abgleiten und gleiten ins Träumen oder sogar ins Schlafen. den Fokus, auf den Sie Ihre Aufmerksamkeit richten wollten, haben Sie mehr oder weniger vergessen.

Wahrscheinlich werden Sie zunächst in eine der beiden Richtungen neigen.: Rajas oder Tamas.

Wenn Sie sich unbeirrt von Ihrem Ziel ziehen lassen,  werden Sie diese Störung bald zu meistern lernen. Spätestens dann werden Sie die andere Störung nur zu gut kennen lernen.

Rajas und Tamas lassen sich leicht erklären. Rajas wie auch Tamas sind Reaktionen Ihres Körpers und Ihrer Psyche. Die Reaktionen dienen der Abwehr von ungewohnt starken (freudigen, ekstatischen) Gefühlen und Empfindungen.

Schließlich bekommen Sie es beim Meditieren typischerweise mit Ekstase zu. Erst kleinen blitzartigen, später anhaltenden, sie ganz und gar ausfüllenden. Darauf muss sich Ihre Psyche und auch Ihr Körper erst einstellen.



Rajas und Tamas überwinden

Jeder Meditierende kennt das Schwanken zwischen Sattva, Rajas und Tamas und muss, wenn er erfolgreich  meditieren will, seinen eigenen Weg finden, um mit seinen Stimmungen, Gefühlen und den immer wieder kehrenden Gedankenmustern umzugehen.

Was nach meiner Erfahrung immer hilft, wenn auch noch lange nicht der Weisheit letzter Schluss ist - eben weil es immer und damit noch nicht unbedingt für Ihre konkrete Situation richtig ist: 

Das Ziel klären

  • Für das Meditieren überhaupt, Ihr Leben, Ihre Projekte brauchen Sie Ziele, um erfolgreich zu sein.
  • Das Gleiche gilt für jede einzelne Meditation.
  • Wenn Sie ein anschauliches Bild davon haben, wohin Sie in Ihrer Meditation wollen, kommen Sie am leichtesten in die ausgeglichene Stimmung von Sattva.

Lockerung

  • Vor den Meditationen sind leichte  Dehnungs-und Lockerungsübungen hilfreich.
  • Je nachdem, in welchen Bereich Sie sich angespannt fühlen, stellen Sie Ihr Programm zusammen.
  • Klassischerweise Yoga - andere sorgfältig ausgeführte Dehnungs- und Lockerungsreihen tun es genauso. Die Auswahl ist bei uns in Deutschland inzwischen riesig.
  • Mein Tipp:Die Cantienica-Methode.
  • Vor einer kurzen Meditation werden einige Minuten reichen. Vor längeren Meditationen (eine Stunde und mehr) gönnen Sie sich mindestens eine halbe Stunde für Lockerungsübungen.

Loslassen

  • So wie Sie einerseits sich ganz auf Ihr Ziel zentrieren, gilt es zugleich, alles andere los- und damit (muskulär) locker zu lassen.
  • Das ist ein Balance-akt, den Sie wahrscheinlich erst lernen müssen.
  • Aber es lohnt sich, diesen Balance-Akt von voller Konzentration auf einen Fokus und Loslassen aller anderen Gedanken, Gefühle und Empfindungen klar vor Augen zu haben.