Meditation lernen - Asana

Meditation lernen - Asana SavasanaEin korrektes und bequemes Asana  ist der Einstieg und die Basis jeder Meditation.

Ein Asana ist korrekt und bequem, wenn Sie nicht mehr darüber nachdenken müssen, wie es ihrem Körper geht, sondern sich ganz auf Ihren Körper verlassen können. Er tut sein Werk und Ihre Aufmerksamkeit das ihre.

Meditation lernen - Asana VarjasanaVerwenden Sie bitte auch nicht das Wort Meditation für allgemein entspannende Tätigkeiten, die Sie in einer anderen Stellung als der eines Asana vollziehen.

Spazierengehen, den Blick in die Ferne schweifen lassen, Musik hören etwa. Alles ok, aber Meditieren bedeutet eine höchst aktive Tätigkeit: Höchste, ja einpunktige Konzentration - bei gleichzeitig vollkommener Lockerheit. Und das ist nur im Asana möglich.


Meditation lernen - Asana SiddhisanaSavasana, Siddhasana und das Vajrasana (Drachensitz) sind die drei wichtigsten in Europa bekannten Asanas.

Auch bekannt in  Europa, doch schon etwas exotischer:  Ägyptisches Asana und der Lotussitz. Wobei das ägyptische Asana, wie der Name verrät, nicht aus Indien, sondern aus Ägypten stammt.

Die drei Asanas Savasana, Siddhasana und Vajrasana beschreibe ich Ihnen ausführlich in jeweils einem Kapital. Zweck der Beschreibung: Sie können diese Asanas grundlegend einnehmen, um dann eigene Erfahrungen zu machen, welches für Sie das beste Asana ist.


Was sind Asanas?

Asana, Mehrzahl Asanas, ist der Begriff für genau beschriebene Positionen, die Sie für eine Meditation einnehmen sollten.

Genau genommen ist jede der traditionellen Yogastellungen ein Asana. Was ein richtiger Vogi ist, kann er auch in jeder dieser Asanas meditieren, selbst im Kopfstand, ein Asana, das zur traditionellen Yogareihe gehört.

Für die Meditation hier bei uns in Europa werden jedoch meist die beiden von mir beschriebenen Asanas im Sitzen und ein Asana in liegender Haltung bevorzugt.


Sinn und Zweck des Asana

Die Position, in die Sie sich begeben, soll angenehm, fest und stabil sein. Ihr Körper verharrt, kommt zur Ruhe, sodass es Ihnen leicht fällt, Ihre ganze  Aufmerksamkeit auf das Mantram oder eine bestimmte Empfindung (z.B. den Atem) zu lenken.

Meditation lernen - Asana SiddhisanaAllen Asanas gemeinsam ist

  • eine Haltung, in der sich die Wirbelsäule aufrichten, strecken, und dadurch leichter ausdehnen und in ihre natürliche, den ganzen Körper mit Leichtigkeit tragende Position dehnen kann.
  • dass nicht nur der Sitz (die Haltung der Beine z.B.) genau beschrieben ist, sondern auch die Stellung der Arme, Hände und Finger genau definiert ist. Die Handhaltungen sind - in der Tradition des Voga - als Mudras beschrieben. Sie sind nicht fest an ein bestimmtes Asana gekoppelt.
  • das Asana zu Beginn der Meditation einzunehmen bis es sich richtig anfühlt und die Energie durch ihren Körper schön angenehm zu fließen begonnen hat.
  • Sodann aber, während der Meditation: Nicht mehr korrigieren. Auch nicht geraderichten. Sondern: den Körper einfach machen lassen.
  • Mit ein wenig Asana-Übung weiß Ihr Körper eh besser als Ihr kontrollierender Verstand, was er zu tun hat, um Sie beim Meditieren zu unterstützen.
  • Nicht nur Ihr Geist (die Fähigkeit, mit der Sie Ihre Aufmerksamkeit lenken), sondern auch Ihr Körper wird Ihnen dankbar sein.
  • Ja, auch Ihr Körper will zur Ruhe kommen. So sehr Ihr Körper sich anfangs auch gegen Asanas aller Art wehren mag. Ihr Körper wird es Ihnen nach einiger Zeit danken, sich in seine natürliche Form aufrichten und all die Verspannungen Energieblockaden, in die Sie ihn im Alltag zwängen mögen, loslassen dürfen.
  • Ihr Körper ist ein Gewohnheits-Tier. Er kennt die  Wohltat eines Asana noch nicht. Und was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.